HQ Symphony Beach 2.2 im Einzeltest

Die HQ Symphony Beach Serie gehört seit Jahren zu den meistverkauften Lenkmatten.
Laut Invento HQ sind sie Lenkmatten, sie sich vor allem an Einsteiger richten. Es gibt sie in den Größen 1.3, 1.8, 2.2 und ganz neu in 2022 auch in 2.5

Ich habe mir die Beach in der Größe 2.2 gekauft, weil ich einfach mal wissen wollte, warum so viele diese Lenkmatte kaufen. Statt der Standardvariante von HQ habe ich allerdings eine Edition ColorLiving in Carbon Racer genommen, einfach weil mir das Design am besten gefällt.

Was bekommt man geliefert für 60,- € (in meinem Fall, habe sie über eBay neu gekauft, UVP der Symphony Beach 2.2 laut HQ ist 80,- €):
Die Beach kommt als RTF Set, also mit Leinen und Handschlaufen. Verpackt ist sie in einer sehr einfach gehaltenen Tasche. Das Leinenset hat eine Bruchlast von 100 kp (also rund 100 kg) in 25 m Länge.
Hier die Daten:
Spannweite: 220 cm
Standhöhe: 73 cm
Segel: Ripstop-Polyester
Schnur: inkl., Dyneema 100 kp, 2 x 25 m auf Winder mit Schlaufen
Wind: 2-6 Bft. (6-49 km/h, 4-31 mph)

Verarbeitung:
Wie von HQ gewohnt ist die Qualität hoch. Man bekommt ein ordentlich gefertigtes Produkt. Sauber und ordentlich verpackt beim ersten Auspacken kann man direkt loslegen.
Die Waage der Lenkmatte ist mit kleinen Schlaufen am Boden der Matte befestigt. Das ist schon mal positiv für die Robustheit, manch andere günstige Lenkmatte hat die Waagenschnüre direkt im Boden der Matte verknotet.

Flugverhalten:
Ich habe die Symphony Beach 2.2 nun an mehreren Tagen bei unterschiedlichen Windverhältnissen geflogen.
Im unteren Windbereich, also um 10 km/h herum, fliegt sie ganz gut mit den original Leinenset. Wie bei allen Lenkmatten die RTF geliefert werden, ist das Leinenset aber nicht optimal für wenig Wind. Da wäre eine 60 daN Leine deutlich besser.
Da der Beach aber eine gute Leine beiliegt, ist der Unterschied nicht ganz so groß als bei Lenkmatten mit einem günstigen Leinenset.
Bei mittleren Windgeschwindigkeiten, also um 20 km/h herum, da sind die 100 kp des beiliegenden Leinenset jedoch notwendig. Denn die Beach in der Größe 2.2 baut sehr schnell höhere Zugkräfte auf.
Und das passiert leider auch ohne Vorwarnung. Soll heißen, trifft eine Windböe die Lenkmatte, setzt die Matte dies sofort in Zugkraft um. Sie reißt einen dann plötzlich nach vorne.
Dabei baut sie aber relativ wenig Geschwindigkeit auf.
Genauso abrupt lassen die Zugkräfte aber auch nach wenn der Wind nachlässt. Ich bezeichne ein solches Flugverhalten auch als digital, also sofort voller Zug/Speed und dann auch plötzlich nachlassender Zug/Speed.
Das macht es nicht immer einfach diese Lenkmatte zu fliegen. Vor allem auch im Binnenland, wo selten gleichmäßiger Wind herrscht.
Für Anfänger/Einsteiger ist es positiv, dass die Beach 2.2 relativ träge in den Richtungswechseln ist. Richtig knackig um die Ecke bekommt man sie nicht.

Meine Bewertung der Symphony Beach 2.2:
Ich halte die Lenkmatte als bedingt Einsteigertauglich.
Warum? Gerade unerfahrene Käufer neigen dazu, eine große Lenkmatte zu kaufen. Nach dem Motto „wenn schon, dann groß“
Durch die hohen Zugkräfte werden Drachenpiloten die Leichtgewichtig sind, eine böse Überraschung erleben. Nehme ich mich als Beispiel, so muss ich sagen das mit 74 kg Gewicht bei mir, es schon ab 25 km/h schwer wird diese Matte vernünftig zu fliegen, so sehr zieht sie einen nach vorne. Das sie dann noch auf Böen so abrupt reagiert, macht das Ganze nicht einfacher.
Daher halte ich diese Lenkmatte für Menschen mit 90 kg und mehr durchaus als Einsteiger geeignet, wer weniger wiegt, sollte eine kleinere Matte kaufen.

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Hier noch ein Video in dem ich die Symphony Beach 2.2 vorstelle mit Flugvideos und meinem Fazit zur Lenkmatte:

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