Lenkmatten

Peter Lynn Hype Play 1.9 – Einzeltest

Für den Test gegen die HQ Symphony Pro 1.8 suchte ich eine geeignete Lenkmatte die sowohl in der Spannweite als auch im Preis vergleichbar sind.
Fündig wurde ich bei Peter Lynn, einem neuseeländischen Unternehmen.

Mit der Hype Play Reihe haben sie diverse Lenkmatten im Programm, angefangen von 130 cm Spannweite bis hin zu 260 cm Spannweite.
Die Naheliegenste war dann eben die Hype Play 1.9

Spannweite: 190 cm
Höhe: ca 53 cm
RTF
Leinenset: 100 daN mit 18 m Länge
Windbereich: 2-6 Bft
Preis 99,- €

Schlüsselanhänger

Die Lenkmatte kommt in einer schönen Nylontasche mit großer Öffnung, so das man problemlos die Matte wieder verpacken kann. Natürlich ist auch eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen dabei und als Zugabe ein Schlüsselanhänger.
So weit, so gut.
Bei ersten auseinanderfalten sieht man schon die absolut erstklassige Verarbeitung. Die Waagenschnüre sind vernäht, nicht verknotet. Gleiches gilt auch für das Leinenset, es ist ebenfalls seht hochwertig und die Schlaufen zum anknüpfen von Tampen und Flugschlaufen ebenfalls vernäht.

Lufteinlässe mit Netz verschlossen

Die Lufteinlässe der Matte sind mit einem feinmaschigen Netz versehen, was das eindringen von Fremdkörpern verhindert. Einen Dirtout (Öffnung zum entfernen von Fremdkörpern aus den Luftkammern) gibt es nämlich nicht.

Das Design der Peter Lynn Hype Play gefällt mir ausgesprochen gut. Schlicht und einfach, schöne Farben (bei der 1.9 ist es Orange/Weiß). Auf der Oberseite, welche man als Pilot leider nicht sieht, steht groß und in Schwarz HYPE aufgedruckt. Das sieht sehr gut aus.
Zudem ist die Hype Play sehr gestreckt. Der AR-Wert (Spannweite im Verhältnis zur Höhe) beträgt errechnete 3,6
Demnach sollte die Lenkmatte relativ schnell sein.

Wie immer bei meinen Lenkmattentests bin ich die Hype Play natürlich bei verschiedenen Windsituationen geflogen. Dabei muss herhalten was das Binnenland hier am Niederrhein hergibt. Und das ist meist nicht allzu viel Wind.
Daher ist bei der Beurteilung der Lenkmatten die Binnenlandtauglichkeit im Vordergrund. Eine Lenkmatte muss eben auch im unteren Bereich des für die jeweilige Lenkmatte angegebenen Windbereich gut fliegen können.

Erste Flugversuche gab es dann bei 10-12 km/h Wind, an den original Leinen. Und das enttäuschte mich dann schon.
Die Hype Play baute gar keinen Druck (Zugkräfte) auf und auch von Geschwindigkeit war nichts zu spüren. Um die Lenkmatte in der Luft zu halten, musste man sie in der Powerzone halten. Der zu nutzende Flugbereich war sehr eingeschränkt.
Man kann sie bei diesem Wind fliegen, jedoch macht es absolut keinen Spaß.

Der nächste Versuch war dann bei 13-20 km/h Wind. Es ging etwas besser, aber auch in diesem Windbereich war es enttäuschend. Man bekommt von der Lenkmatte keine Rückmeldung an den Leinen, wieder zieht sie überhaupt nicht und legt auch bei den Flugphasen im stärkeren Wind (17-29 km/h) keinen Speed an den Tag. Immerhin bewegen wir uns hier schon im oberen Bereich der 3 Bft

Handschlaufen sind eine Mischung aus Nylonschlaufen und Powergrips

Letzter Versuch auf Halde Norddeutschland bei konstanten 10-12 km/h. Diesmal mit dünnerem Leinenset (38 daN in 25 m Länge). Dieses Leinenset ist für die Lenkmatte deutlich besser geeignet. Man bekommt mehr Raum zum fliegen und sie bleibt besser in der Luft.
Im Video kann man das auch sehr schon sehen. Da ist eine andere Peter Lynn Hype Play im Hintergrund zu sehen, welche mit den original Leinen geflogen wurde. Da war deutlich mehr Arbeit zu sehen um die Lenkmatte in der Luft zu halten. Der Besitzer war auch ziemlich frustriert über die schlechten Flugeigenschaften.
Mitunter bleibt die Lenkmatte einfach in der Luft stehen und schwebt dann nur noch.
So macht das absolut keinen Spaß.

Fazit:
Für mich als Binnenlandflieger ist die Peter Lynn Hype Play 1.9 eine Enttäuschung.
Positiv ist, das sie hervorragend verarbeitet ist und man für 100 € erstklassige Qualität bekommt in Sachen Material und Ausstattung.
Ab Windstärke 4 mag die Lenkmatte auch gut fliegen. Dabei kommen ihr dann die sehr geringen Zugkräfte zugute so das man sie bei starkem Wind gut beherrschen kann.

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