Lenkmatten

Einsteigerlenkmatten – mein großer Test Teil 1

Ich lese viel auf verschiedenen Webseiten und auch im Drachenforum über diverse Lenkdrachen, hauptsächlich Lenkmatten.
Dabei fiel mir auf das es keinen echten Vergleich zwischen diversen Lenkmatten gibt.

So kam ich auf die Idee, einen solchen Test einfach selbst zu machen. Zwei Lenkmatten aus dem Einsteigerbereich hatte ich schon, dazu noch die Wasabi 1.5, welche aber für Fortgeschrittene ist.
Blöd nur (also für diesen Test) das sie alle von Spiderkites sind. Um jetzt subjektiv objektiv vergleichen zu können, sollten auch andere Hersteller dabei zum Zuge kommen.
So habe ich jetzt noch eine Matte von Elliot und eine von Prism dazu geholt.
Dieser Test ist in mehrere Teile aufgeteilt.
Teil 1 – Allgemeines zu Einsteiger Lenkmatten und Vorstellung der Testkandidaten
Teil 2 – Es geht auf die Wiese, die Lenkmatten müssen zeigen was sie können
Teil 3 –Wie Leichtwindtauglich sind Einsteiger Lenkmatten ist im 2. Teil inbegriffen

Zunächst einmal: Was zeichnet eine Lenkmatte aus dem Einsteigerbereich aus?
Zu allererst sollte sie günstig (nicht billig) sein. Von den ganz billigen Matten für 10-20 € kann man getrost die Finger lassen. Selbst das wenige Geld sind sie nicht wert.
Dann muss alles dabei sein, was man zum Drachenfliegen braucht. Also Matte, Flugleinen und Handschlaufen. Das ist eigentlich bei allen Einsteigerdrachen der Fall.
Im besten Fall können auch Kinder diese Lenkmatten fliegen (hier spielt die Größe der Matten eine wichtige Rolle).
Sie muss robust sein, um auch mal einen harten Einschlag in den Boden auszuhalten.
Wenn sie dann noch einen großen Windbereich abdecken, ist das schon mal gut.

Die letzten beiden Punkte, Robust und großer Windbereich,schließen sich eigentlich gegenseitig aus. Lenkmatten aus dem Einsteigersegment sind aus robustem Nylon gefertigt. Dieses hat ein relativ hohes Gewicht pro Quadratmeter gegenüber den leichten Tüchern von Speedmatten.
Und dieses Gewicht muss der Wind erstmal in die Luft befördern. Daher ist bei allen Lenkmatten aus diesem Segment die minimale Windstärke 2 (6-10 km/h) angegeben. Die 6 km/h könnt ihr dabei getrost schon vergessen. Mit den original Leinenset die bei den Matten beiliegen, bekommt ihr die Matten nicht in die Luft. Ab 10 km/h (besser noch ein wenig mehr, also Windstärke 3) Wind dürfte es möglich sein, die Lenkmatten zu fliegen.

Ich habe für diesen Test 5 Lenkmatten ausgesucht von Spiderkites, Elliot und Prism.
Die Preisspanne beträgt 53 € bis 80 €. So viel sollte man meiner Meinung nach mindestens investieren, wenn man vernünftiges Material an den Leinen haben möchte.
Alle Lenkmatten sind RTF, also inklusive Schnüre und Handschlaufen.
Vier der Matten haben eine Spannweite von 1,35 Meter bis 1,55 m. Ich habe extra diese kleinen Varianten gewählt, damit auch Kinder diese fliegen könnten. Eine Matte hat 2,05 m Spannweite.

Hier die Kandidaten:
***Anmerkung: alle Lenkmatten wurden von mir im örtlichen Handel oder über das Internet zu normalen Verkaufspreisen eingekauft. Es besteht keinerlei Unterstützung seitens der Hersteller noch stehe ich in irgendeiner Verbindung zu den genannten Unternehmen***

Spiderkites Amigo DC 1.35

Spannweite 1,35 m, 2-6 Bft Windstärke, 45 daN Leinen in 25 m
Besonderheit bei dieser Lenkmatte ist, das sie mit einer Lenkstange statt Lenkschlaufen ausgestattet ist. Zudem gibt es einen Stab dabei um die Leinen am Boden zu sichern und einen Kitekiller für die Sicherheit beim Flug.
Preis 55,- €

Spiderkites Amigo 2.05

Spannweite 2,05 m, 2-6 Bft, 75 daN Leinen in 25 m
Preis 59,95 €

Elliot Sigma Spirit 1.5

Spannweite 1,50m, 2-7 Bft, 70 daN Leinen in 25 m
Preis 53,90 €

Prism Synapse 140

Spannweite 1,35 m, 2-6 Bft, 38 daN Leinen in 18 m Länge
Preis 53,00 €

Spiderkites Wasabi 1.5

Links die gelbe ist die Wasabi 1.5

Spannweite 1,55 m, 2-6 bft, 75 daN Leinen in 25 m
Preis 79,00 €

Hier noch der erste Teil des Video zum test. Darin werden die Lenkmatten kurz vorgestellt

4 Kommentare

  • Susanne Rücker

    Hallo,
    da wir unserer 13-jährigen Tochter zu Weihnachten eine neue Lenkmatte schenken wollen (sie ist im Urlaub an der Nordsee mit einer Discountermatte auf den Geschmack gekommen) würde uns das Ergebnis des aktuellen Tests über Einsteigermatten sehr interessieren. Wir schwanken zwischen der Wasabi 1.5 und der Sigma Elliot 1.5
    Viele Grüße,
    Susanne

    • Dirk

      Hallo Susanne,

      Grundsätzlich bietet die Wasabi 1.5 mehr Potential.
      Problem ist nur, das sie sehr zugkräftig ist, ab oberer Windstärke 3 (also ab ca 15 km/h Wind) dürfte sie zu kräftig ziehen für Kinder.
      Der Einsatzbereich der Wasabi wäre daher sehr eingeschränkt.
      Ab Windstärke 5 zieht mich die Wasabi über die Wiese (ich wiege 74 kg, so als Anhaltspunkt)

      Die Sigma Spirit hatte ich leider noch nicht in der Luft. Entweder ist kein Wind wenn ich Zeit habe, oder ich muss arbeiten wenn Wind ist. Daher bin ich mit dem Test auch noch nicht weiter gekommen.
      Aber die Spirit wird ja auch als Matte für Kinder angepriesen. Allein schon aufgrund ihrer Bauart wird sie nicht so kräftig ziehen wie die Wasabi.
      Natürlich ist sie nicht so schnell wie die Wasabi.

      Auch ungeflogen würde ich jetzt die Sigma für Kinder als Empfehlung sehen, da sie besser für Einsteiger/Kinder geeignet ist.

      Ich würde folgendes vorschlagen:
      Für den Einstieg die Sigma 1.5
      Damit kann eure Tochter dann wunderbar das Zweileinerfliegen lernen.
      Beherrscht sie die Matte dann und hat Lust auf mehr, würde ich nicht zur Wasabi raten, sondern eher zur Spiderkites Lycos 1.4 PS
      https://shop.spiderkites.com/Lycos-14
      Die ist wirklich schnell ab 15 km/h Wind und zieht deutlich weniger als die Wasabi 1.5
      Da sie aber nicht so robust gebaut ist (das Tuch ist viel leichter da sie auf Geschwindigkeit optimiert wurde), ist sie für Einsteiger nicht geeignet.
      Sollte der weitere Weg jedoch nicht in Richtung Geschwindigkeit gehen sondern in den Bereich Powerkites, dann wäre sie Wasabi 1.5 der nächste Schritt.

      Alles nicht so ganz einfach 😉
      Von wo kommt ihr denn? Falls es zufällig Kreis Wesel, Duisburg, Oberhausen wäre ein Probefliegens sicher auch machbar

      Gruss Dirk

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